Schon GEZahlt? - Ein Plädoyer für den Rundfunkbeitrag

Ich bin ein Freund des gebührenfinanzierten Fernsehens. Auch und vor allem seit Einführung des Rundfunkbeitrags. In der hitzig geführten Debatte darum ist das nicht unbedingt eine populäre Haltung, denn seit wirklich jeder zahlt, meint auch jeder, er müsste was mitzureden haben. Als würde man sich mit einem Päckchen Butter die Planungshoheit in Gang 12 des Lieblingssupermarkts erkaufen. Wir sind also im WM-Jahr 2014 nicht mehr nur ein Volk von Bundestrainern, sondern auch ein Volk von Programmchefs. Ich zahle gern. Für die Sportschau, für den Tatort, für den KiKa, ja, auch für Florian Silbereisen und sogar für Andy Borg, den großen, alten Pudel der Volksmusik.
Die oft hochemotional geführte Diskussion um die Gebührengelder dreht sich meist darum, dass einem Einzelnen das grade Gesehene nicht gefällt. Wahlweise ist das ein zum Kindergeburtstag verkommenes Wetten, dass...?, ein schlampig geführtes Interview, eine völlig abgestumpfte Rentnerbelustigung, die fünfhundertste Verfilmung der immer gleichen Rosamunde Pilcher-Geschichte

Mal ernsthaft, wieviele Bücher hat die Frau geschrieben? Die muss 728 Jahre alt sein.
oder die Kriegserklärung einer kleinen Digitalspartensendung, nennen wir sie Neomagazin, an irgendsoeine andere Sendung. Die Themen sind beliebig und austauschbar. Die einhellige Meinung scheint zu sein, dass jeder für seine Monatsgebühr sein Wunschfernsehen bekommen sollte. Das ist natürlich blanker Unsinn. Es ist unmöglich, jeden Fernsehzuschauer zufriedenzustellen und die twitternde Jugend vergisst in ihrer Filterbubble gern, dass sie nun mal in der Minderheit ist. Wenn jeder Zuschauer ein Mal pro Woche in einem der vielen öffentlich-rechtlichen Programme auch nur eine Sendung findet, die ihn anspricht, dann ist das viel, denn man kann 10-20 Millionen Fernsehzuschauer nicht immer gleichermaßen bedienen, aber das wird im geifernden Meckereifer leider gern vergessen.

Was ebenfalls gerne vergessen wird ist, dass der Rundfunkbeitrag gar nicht vornehmlich der Unterhaltung, sondern eher der unabhängigen Informationsversorgung dienen soll. Der öffentlich-rechtliche Bildungsauftrag umfasst im Grunde kein Qualitätsfernsehen, sondern eher eine unparteiische Berichterstattung. Einige Zyniker unter Ihnen, ich weiß, dass sie da sind, werden nun behaupten, dass dem schon lange nicht mehr so ist, wenn es denn jemals so gewesen sein sollte, und die Öffentlich-Rechtlichen auch nur Parteimarionetten sind. Dieser Standpunkt ist selbstverständlich Ihr gutes Recht, ich persönlich verlasse mich trotzdem lieber auf Tagesschau & Co. als zum Beispiel auf die RTL II-News, wenn es um Informationen geht.

Nichts für ungut RTL II, aber nicht für jeden ist Justin Bieber ein Nachrichtenthema von Interesse.
Ich wage zu behaupten, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen und Radio für jeden etwas produziert, das den Rundfunkbeitrag rechtfertigt. Ich behaupte, dass diejenigen, die am lautesten ZWANGSGEBÜHR schreien, alle den Tatort gucken. Oder die Sportschau oder das aktuelle Sportstudio. Die Tagesschau, das heute Journal oder ihre Online-Pendants. Oder die Lindenstraße, Wetten, dass...?, die heute Show oder das Morgenmagazin. Oder sie haben Kinder, die ab und zu den KiKa gucken. Oder sie hören eine der Radiostationen auf dem Weg zur Arbeit. Jeder findet die Sendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die seine Gebühren rechtfertigt und die Erwartungshaltung, dass einem dann aber bitteschön auch wirklich alles gefallen müsste, weil man ja bezahlt, ist reichlich egozentrisch. Vielleicht sieht man sich halt grade einfach nur die Sendung an, die eben einem anderen Gebührenzahler gefällt. So ist das manchmal in einer Gemeinschaft.

Und auch wenn 200.000 Leute irgendwelche Petitionen gegen Markus Lanz unterzeichnen, ist das nur ein Shitstörmchen im Wasserglas, gegen immer noch knapp 6 Millionen Wetten, dass...?-Zuschauer. Außerdem behaupte ich, dass die immer wieder gehörte Argumentation "Ich zahle etwas, das ich nicht nutze" schlicht falsch ist. Mit dem gleichen Argument könnte man die meisten Versicherungen kündigen. Im Zweifel zahlt jeder Rundfunkgebühr für das Recht, parteiunabhängig informiert zu werden und wenn ich mich in der Welt so umsehe, ist das, meiner Meinung nach, jeden Cent wert.

Herzlichst, Ihr Rock Galore

Kommentare

  1. Heyho!
    Ich kann, grade als älteres Semester, das noch die Zeiten der Prä-Privatsenderära erlebt hat, deine Verteidigung der Rundfunkgebühr zwar einerseits verstehen, andererseits empfinde ich deinen Beitrag als recht unkritisch.

    Zwar bin ich ebenfalls absoluter Freund der ÖR, allerdings empfinde ich es als nicht angemessen, eine Zwangsgebühr mit der Begründung zu rechtfertigen, das Programm sei in der selbst festgelegten Ausbaustufe notwendig und überhaupt generell hochwertig(er), als das meiste, was auf den Privatsendern geboten werde.

    Es gibt z.Zt. unzählige ÖR-Sender, sowohl TV als auch und gerade im Hörfunkbereich, deren Legitimation schon lange nicht mehr von den ursprüngliche gedachten Notwendigkeiten des Rundfunks (Information, Aufklärung, Bildung) gedeckt ist, von der Unabhängigkeit desselben mal ganz zu schweigen (Causa Nikolas Brender, Besetzung der Rundfunkräte nach Parteienproporz etc,)

    Mit anderen Worten: Die eigentliche Aufgabe des ÖR-Rundfunks ließe sich auch bedeutend preiswerter gestalten, immerhin bekommen die Sender pro Jahr ca. 8 Milliarden Euro, das sind 1,2 Milliarden mehr als 2013 im Bund für Familie, Jugend, Senioren und Frauen ausgegeben wurde und nur 3 Milliarden weniger als insgesamt für Gesundheit flossen. Ist uns das Fernsehen wirklich soviel wert? Ein Fernsehen, das sich bis auf ein paar geringe Ausnahmen und Spartensender (arte, KIKA) in ganz großen Teilen nur noch unwesentlich von den Privatsendern unterscheidet. Du magst das für dich bejahen, ich aber nicht.

    Die größte Enttäuschung erkenne für mich bei der journalistischen Berichterstattung. Die ARD hat ein riesiges (und teures!) Korrespondentennetz, dennoch sind sie oft nicht an den wesentlichen Brennpunkten der Welt vertreten. Wenn es in der Ukraine brennt, wird sehr oft der Korrespondent aus Moskau eingeblendet. Da könnte man auch gleich weiter aus Berlin berichten, das liegt nämlich nicht viel weiter weg.

    Um an diesem herrlichen Sonntag nicht ins übergroße Quengeln zu verfallen: Die knapp 20 Euro pro Monat tun mir nicht wirklich weh, an einem guten Abend lass ich das Doppelte und mehr in der Stadt liegen. Mir geht es um den in meinen Augen absolut mangelnden Gegenwert, den ich für diesen erzwungenen Beitrag erhalte, sowie die teilweise Verschwendung dieses Geldes (Warum muss der Intendant des WDR mehr verdienen als die Bundeskanzlerin? Nein, kein Neid meinerseits, einfach nur mal gefragt?)

    Beste Grüße

    Wawerka

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    1. Hallo,
      es ist unbestritten, dass im Grunde immer und überall Einsparpotential zu finden ist.

      Die Frage, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein hochwertigeres Programm darstellt ist höchst subjektiv und somit keine wirkliche Grundlage für eine sachliche Diskussion. Das wird jeder anders sehen. Das Gleiche gilt im Grunde für die Sendervielfalt. Wer soll entscheiden, welche Sender die Unterstützung wert sind und welche nicht? Setzt man einen marktwirtschaftlichen Standard zur Überprüfung an, wird geschrien. Lässt man kleine Sender sterben, stirbt auch die Nische. Ebenso finde ich es falsch, wegen einiger weniger schwarzer Schafe gleich die ganze Herde zu schlachten.

      Darüber, dass sich die eigentliche Aufgabe auch günstiger gestalten ließe sind wir uns einig. Ich halte nur die weitläufig vertretene Schlussfolgerung für falsch, und nicht anderes sollte mein Blogpost darstellen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk überflüssig sei. Dass ein Teil des Volkes sich dafür entscheidet, seine politische Bildung aus den RTL II-News zu beziehen ist gruselig genug, dass dies, überspitzt ausgedrückt, die mehr oder weniger einzige Alternative sein soll, wäre in meinen Augen ein schreckliches Desaster. Auch der oft gehörten Argumentation, dass eine unabhängige Nachrichtenquelle in Zeiten des Internets nicht mehr nötig wäre, wurde ja zuletzt vom Postillon eindrucksvoll ihre Grenzen aufgezeigt: http://www.taz.de/!130369/

      Grade die ARD ist zu einem riesig aufgeblasenen, völlig unüberschaubaren Apparat gewachsen. Dennoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass eine Streichung ganzer Sender immer Menschen trifft, die mit Ihren Gebühren ein ebenso großes Recht auf "Ihr" Programm haben, wie alle anderen. Jede Streichung verkeinert die Zielgruppe noch weiter und zieht damit noch mehr Unmut an. Die zentrale Frage ist und bleibt, meiner Meinung nach, wer entscheidet, was finanzierungswürdig ist und was nicht. Den Stecker zu ziehen und den Rundfunkbeitrag abzuschaffen halte ich für falsch. Bei Strukturreformen, insbesondere innerhalb der ARD, bin ich hingegen gern dabei. Danach kann man immer noch sehen, was finanziell übrig bleibt. Meine Meinung ist: Jeder findet im öffentlich-rechtlichen Rundfunk etwas, dass seine Gebühren rechtfertigt. Das schließt nicht aus, dass es Potentiale gibt.

      Herzlichst, Ihr Rock Galore

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  2. Die motivierten Beitragszahler vergessen eines: die Wertung der ÖR ist immer die eigene persönliche Meinung. Dem eigentliche Versorgungsauftrag aus historischer Sicht wird schon lange nicht mehr nachgekommen - vielmehr bedienen die ÖR die Meinungsvielfalt einer Minderheit.

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    1. Hallo,
      der Vorteil der freien Meinungsäußerung ist, dass sie immer wahr ist und keines Beleges bedarf, weil sie nun mal einfach eine Meinung darstellt. Ihre These mit ihrem Anspruch auf Allgemeingültigkeit hingegen bedarf eines Beleges und ich freue mich schon sehr darauf.

      Und bezüglich der Minderheit: Die ÖR haben schon immer eine Minderheit bedient. Selbst Einschaltquoten jenseits der absoluten Mehrheit, wie sie heute ja nur noch extrem selten vorkommen, belegen, gemessen an der Gesamtbevölkerung, nur das Interesse einer Minderheit. Das ist nicht wirklich neu, ich verstehe also die Argumentation nicht.

      Herzlichst, Ihr Rock Galore

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    2. Meine Argumentation steckt in Ihrer bez. der Inhaltsgestaltung. Letztlich hat der Staat die Aufgabe, den Bürger durch die ÖR demokratiebildend zu informieren und diese finanziell zu garantieren. Das ist der historische Grundauftrag! Alles andere ist keine staatliche Aufgabe! Ich habe das Recht auf Information und Bildung und zahle gerne einen einkommensgerechten Obulus. Für das Vergnügen anderer will ich nicht bezahlen. Ebenso wenig für einen aufgeblähten Medienapparat und vollgestopften Pensionskonten.

      Wenn die Qualität auch kleinerer Nischensender stimmt, dann sollte einer gesicherten Finanzierung durch z.B. Abonnent o.ä. nichts im Wege stehen. Die duale Rundfunkordnung zeigt die Funktionsweise und zeugt von Erfolg.

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  3. Hallo,

    das kann ich als Meinung akzeptieren, aber halt einfach nicht teilen.
    Der "historische Grundauftrag" ist zuallererst mal eines: historisch und der heutigen Zeit nicht mehr angemessen. Ich bin der Meinung, dass man heutzutage, nicht zuletzt durch die Konkurrenz des Internets, ein gewisses Maß an Relevanz benötigt, um überhaupt in der Lage zu sein, genug Menschen zu erreichen. Und die dafür nötige Reichweite erzielt man nicht mit blanken Informationen.

    Die Frage ist auch, wer da wo die Grenze zieht. Wie wichtig ist zum Beispiel Kabarett oder Satire für die politische Bildung? Wie wichtig sind Talkshows? Wie sehr tragen Gameshows zur Bildung bei?
    Kurz: Wo hört die Nachricht auf und wo fängt Unterhaltung an? Ich finde, ihr Maß ist viel zu niedrig angesetzt. Und jetzt? Ist meine Gebührenzahlermeinung weniger wert als Ihre?

    Und zu guter Letzt: Sie bezahlen nicht für das Vergnügen anderer, sondern für Ihr Recht auf Information. Sie dürfen gern über die Summe unzufrieden sein, aber man sollte in seiner Argumentation doch ein bisschen bei sich bleiben und nicht mit dem Finger auf andere zeigen.
    Sonst werden nämlich aus Hartz IV-Empfängern oder Asylbewerbern schnell Sozialschmarotzer und aus Menschen die gerne Quizshows gucken, vergnügungssüchtige, verschwenderische Idioten und derartige Pauschalisierungen wollen wir doch alle vermeiden, oder?



    Herzlichst, Ihr Rock Galore

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  4. Hallo,
    der Vorteil der freien Meinungsäußerung ist, dass sie immer wahr ist und keines Beleges bedarf, weil sie nun mal einfach eine Meinung darstellt. Ihre These mit ihrem Anspruch auf Allgemeingültigkeit hingegen bedarf eines Beleges und ich freue mich schon sehr darauf.

    Und bezüglich der Minderheit: Die ÖR haben schon immer eine Minderheit bedient. Selbst Einschaltquoten jenseits der absoluten Mehrheit, wie sie heute ja nur noch extrem selten vorkommen, belegen, gemessen an der Gesamtbevölkerung, nur das Interesse einer Minderheit. Das ist nicht wirklich neu, ich verstehe also die Argumentation nicht.

    Herzlichst, Ihr Rock Galore

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  5. Hallo,
    es ist unbestritten, dass im Grunde immer und überall Einsparpotential zu finden ist.

    Die Frage, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein hochwertigeres Programm darstellt ist höchst subjektiv und somit keine wirkliche Grundlage für eine sachliche Diskussion. Das wird jeder anders sehen. Das Gleiche gilt im Grunde für die Sendervielfalt. Wer soll entscheiden, welche Sender die Unterstützung wert sind und welche nicht? Setzt man einen marktwirtschaftlichen Standard zur Überprüfung an, wird geschrien. Lässt man kleine Sender sterben, stirbt auch die Nische. Ebenso finde ich es falsch, wegen einiger weniger schwarzer Schafe gleich die ganze Herde zu schlachten.

    Darüber, dass sich die eigentliche Aufgabe auch günstiger gestalten ließe sind wir uns einig. Ich halte nur die weitläufig vertretene Schlussfolgerung für falsch, und nicht anderes sollte mein Blogpost darstellen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk überflüssig sei. Dass ein Teil des Volkes sich dafür entscheidet, seine politische Bildung aus den RTL II-News zu beziehen ist gruselig genug, dass dies, überspitzt ausgedrückt, die mehr oder weniger einzige Alternative sein soll, wäre in meinen Augen ein schreckliches Desaster. Auch der oft gehörten Argumentation, dass eine unabhängige Nachrichtenquelle in Zeiten des Internets nicht mehr nötig wäre, wurde ja zuletzt vom Postillon eindrucksvoll ihre Grenzen aufgezeigt: http://www.taz.de/!130369/

    Grade die ARD ist zu einem riesig aufgeblasenen, völlig unüberschaubaren Apparat gewachsen. Dennoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass eine Streichung ganzer Sender immer Menschen trifft, die mit Ihren Gebühren ein ebenso großes Recht auf "Ihr" Programm haben, wie alle anderen. Jede Streichung verkeinert die Zielgruppe noch weiter und zieht damit noch mehr Unmut an. Die zentrale Frage ist und bleibt, meiner Meinung nach, wer entscheidet, was finanzierungswürdig ist und was nicht. Den Stecker zu ziehen und den Rundfunkbeitrag abzuschaffen halte ich für falsch. Bei Strukturreformen, insbesondere innerhalb der ARD, bin ich hingegen gern dabei. Danach kann man immer noch sehen, was finanziell übrig bleibt. Meine Meinung ist: Jeder findet im öffentlich-rechtlichen Rundfunk etwas, dass seine Gebühren rechtfertigt. Das schließt nicht aus, dass es Potentiale gibt.

    Herzlichst, Ihr Rock Galore

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  6. Ich bezahle gerne für das Recht auf Information und Bildung. Letzteres gehört aber m.E. eher verstärkt an Schulen und Bildungseinrichtungen. Da wäre das Geld viel sinnvoller angelegt. Information ist definitiv eine staatliche Pflicht. Unabhängig und demokratiebildend. Alles darüberhinaus ist Vergnügen und der Staat hat eigentlich nicht die Aufgabe den Bürger mit Gameshows o.ä. zu versorgen.

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  7. Hallo,
    es ist sicher richtig, dass Schulen und Bildungseinrichtungen mehr verdienen würden als sie bekommen. Das ist nur nicht das Thema dieses Beitrags. Da könnten wir nämlich dann gleich eher über Dinge wie den Verteidigungshaushalt als über die Rundfunkgebühr sprechen. Ich habe übrigens auch nirgendwo geschrieben, dass ich den Rundfunkbeitrag für gerecht verteilt oder uneingeschränkt sinnvoll genutzt halte, sondern lediglich, dass ich ihn richtig und wichtig finde.


    Zu der Gameshow-Geschichte habe ich weiter oben schon was geschrieben. Ich werde nie verstehen, warum Bildung in Deutschland keinen Spaß machen darf und ja, diese Einstellung hat mir schon zu Schulzeiten Probleme bereitet.
    Haben Sie Kinder? Falls ja, sollten Ihnen bekannt sein, dass sich Wissen deutlich besser vermitteln lässt, wenn man Spaß beim Erlangen hat. Also warum sollte Bildung nicht auch(!) durch Unterhaltungssendungen vermittelt werden können? Ist Wissen, das z.B. durch Gameshows erlangt wird in irgendeiner Form weniger wert?


    Herzlichst,
    Ihr Rock Galore

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  8. Hab mal Ihren Blog für diesen Artikel wieder aufgerufen. :-D



    http://www.dwdl.de/vorurteil/48385/machen_quizshows_a_schlauer_oder_b_kopfschmerzen/

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  9. Naja, der Autor des Artikels beantwortet die Frage also mit "Ja", ich halt nicht. Ich hab auch nie behauptet, dass Unterhaltungssendungen in irgendeiner Form zu einem Doktortitel in Allgemeinbildung verhilft. Obwohl man mit der gleichen "Das vermittelte Wissen ist für das weitere Leben weitgehend nutzlos"-Argumentation möglicherweise weite Teile unseres Bildungssystems beurteilen könnte. Fakt ist: Der Autor hat etwas gelernt, sagt er selbst, also wurde ihm Wissen vermittelt. Dass er dieses Wissen für nutzlos hält, ist eigentlich nicht wirklich relevant. Schließlich durfte ich Physik damals auch nicht abwählen.


    Und: Als Kind1(9) damals sein erstes Encasing benötigte, hätte mir diese Sendung, hätte ich sie gesehen, 5 Minuten googeln und eine weitere Schärfung meines Onlineprofils in Mountain View erspart. Ganz so unnütz ist sie also vielleicht doch nicht.

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  10. "...benötigte, hätte mir diese Sendung, hätte ich sie gesehen, 5 Minuten
    googeln und eine weitere Schärfung meines Onlineprofils in Mountain View
    erspart."

    Stimmt, Bildung kann man sich ja auch erarbeiten. So ganz ohne Prämien und Flimmerkiste :-D

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  11. Auch Google bezahlt man, das vergessen viele schnell. Und eine Flimmerkiste braucht man auch, nur eben eine andere.

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  12. Um beim Thema zu bleiben - Quizfrage: Nennen Sie die unterschiedlichen Grundsätze von Zwangsbeitrag und freie Wahl der Medien!

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  13. Das hier ist kein Chat, sondern eine Kommentarfunktion. Wenn es einen Kommentar gibt, dann bitte.

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